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Bei großen Banken wird die überwältigende Mehrzahl aller Kreditanfragen abgelehnt. Wer die häufigsten Gründe für die Absage kennt, kann gezielt seine Bonität verbessern – und so im zweiten (oder dritten) Anlauf doch noch zum gewünschten Kredit kommen. Lesen Sie unsere 5 Tipps für bessere Bonität und steigern Sie anschließend direkt Ihre Chance auf eine Finanzierungszusage.

Tipp Nummer eins: Kosten senken

Sie würden staunen, wenn Sie wüssten wie „eng“ es manchmal bei Kreditprüfungen zugeht. Schon fünf Euro mehr oder weniger können tatsächlich den Ausschlag geben. Von Bedeutung ist neben Ihrem Einkommen immer auch die Höhe ihrer festen Ausgaben. Die Kosten werden von den Einnahmen abgezogen, und am Ende steht das verfügbare Haushaltseinkommen. Wenn es für die Zahlung der Kreditraten ausreicht, können Sie Ihr Wunschdarlehen bekommen. Liegt das verfügbare Einkommen hingegen nur minimal unterhalb der von der Bank festgelegten Grenze, gehen Sie leer aus.

Unser Tipp: Wenn Ihre Kreditanfrage auf der Kippe steht, trennen Sie sich von allen unnötigen Kosten bzw. kümmern Sie sich um sämtliche Einsparmöglichkeiten. Das beginnt beim Abschied vom nicht genutzten Abo im Fitnessstudio, geht über die Kündigung von zu teuren Versicherungen und endet beim Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter. Wenn Sie sich jede Position kritisch vornehmen, können Sie leicht 100 Euro, 200 Euro oder mehr pro Monat einsparen. Ihr verfügbares Einkommen steigt, und schon haben Sie bessere Chancen auf einen Kredit.

Tipp Nummer zwei: Einnahmen erhöhen

Können Sie mit Ihrem Arbeitgeber mehr Wochenstunden vereinbaren? Ist eine Lohnerhöhung drin? Oder gibt es einen Nebenjob, mit dem Sie die Haushaltskasse aufbessern können? Jeder Euro zusätzlich auf der Einnahmenseite verbessert Ihre Bonität. Aber Achtung: Alles sollte schriftlich dokumentiert und anhand von Kontoauszügen nachweisbar sein.

Tipp Nummer drei: Mitantragsteller suchen

Wenn sinkende Kosten und steigende Einnahmen allein noch nicht für eine Kreditzusage reichen, können Sie Ihren Antrag zusammen mit einem weiteren Antragsteller einreichen. Das hat aus Sicht der Banken einen entscheidenden Vorteil: Es gibt zwei Kreditnehmer, die für die Rückzahlung des Darlehens geradestehen. Sollte es also bei einem Kreditnehmer Zahlungsschwierigkeiten geben, hält sich die Bank einfach an den zweiten Antragsteller. Klar, dass die Geldinstitute bei zwei Kreditnehmern eher zu einer Finanzierung bereit sind als bei nur einem.

Tipp Nummer vier: „Säubern“ Sie Ihre Schufa

Ein wichtiger Bestandteil jeder Kreditprüfung ist eine Abfrage bei der Schufa. Der potentielle Kreditgeber informiert sich dabei über das Zahlungsverhalten seines Kunden in der Vergangenheit. Die Schufa-Auskunft liefert außerdem einen Überblick über bereits getilgte und noch laufende Finanzierungen. Wenn alle Signale auf „Grün“ stehen, sind Sie Ihrem Wunschkredit schon ein Stück nähergekommen. Negative Einträge hingegen können dafür sorgen, dass die „Kredit-Ampel“ augenblicklich auf „Rot“ springt. Eine „schlechte Schufa“ gehört zu den häufigsten Gründen für eine Kreditabsage.

Unser Tipp: Holen Sie sich Ihre kostenlose Selbstauskunft von der Schufa und prüfen Sie, welche Einträge vorhanden sind. Finden Sie falsche Informationen, fordern Sie eine Richtigstellung. Gegen berechtigte Negativeinträge können Sie zunächst einmal nichts unternehmen – hier arbeitet aber die Zeit für Sie, weil die Daten nach einigen Jahren gelöscht werden. Ihre Aufgabe besteht in der Zwischenzeit darin, neue Negativeinträge zu verhindern. Zahlen Sie also möglichst alle Rechnungen pünktlich. Falls das einmal nicht möglich ist, nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit dem Gläubiger auf und bitten Sie zum Beispiel um die Möglichkeit zur Ratenzahlung. So verhindern Sie kostspielige Mahnverfahren und halten zugleich Ihre Schufa „sauber“.

Tipp Nummer fünf: Räumen Sie Ihr Konto auf

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach diesem Motto verfahren Banken bei der Kreditprüfung. Konkret bedeutet dies, dass die Geldhäuser bestimmte Belege für Ihre finanziellen Angaben sehen möchten. Das können zum Beispiel Verdienstnachweise oder Rentenbescheide sein. Auch Kontoauszüge, auf denen der Eingang des Gehalts zu sehen ist, werden immer wieder einmal angefordert. Hier droht nun ein Fallstrick, selbst wenn mit den angegebenen Einnahmen und Ausgaben alles in Ordnung ist. Wenn die Banken nämlich zum Beispiel geplatzte Lastschriften oder Zahlungen an Inkassofirmen auf Ihren Auszügen entdecken, bedeutet das fast immer direkt das Aus für Ihren Kreditwunsch.

Unser Tipp: Bevor Sie einen Kredit beantragen, sollten Sie eine gewisse Zeit Ihr Konto in Ordnung halten und es „aufräumen“. Sorgen Sie also dafür, dass immer genügend Deckung vorhanden ist und keine Abbuchungen scheitern. Vermeiden Sie auch Zahlungen an Inkassobüros über Ihr Konto. Schon wenn Sie das nur sechs bis acht Wochen machen, können Sie die „Attraktivität“ Ihres Kontos für die Bank deutlich erhöhen und dadurch ganz unmittelbar Ihre Bonität steigern.